Blog

  …kurz und bündig 

Aufmerksame Besucher unserer Website werden die leicht nachzukochenden Rezepte samt Weinempfehlungen von Matthias Vodenac vermutlich schon kennen- und schätzen gelernt haben. Ab jetzt wird es hier unter dem Titel WEINZEIT-WISSEN einen weiteren Blog aus seiner Feder geben, in dem er kurz und bündig Wissenswertes zum Thema biodynamischer Weinbau vermitteln wird. Seit Matthias als freier Mitarbeiter bei der Weinzeit eingestiegen ist, hat er seine Kenntnisse, unter anderem, was die Weinherstellung nach dem Demeter-Prinzip angeht, stetig erweitert und wird sie nun ein Jahr lang durch die verschiedenen Phasen dieser an den Kreisläufen der Natur orientierten Methode führen. Ich freue mich sehr, dass Matthias mittlerweile fix zu unserem Team gehört und wünsche Ihnen viel Spaß bei der Lektüre.   

 Ihre Irmgard Bickel  

Weinzeit-Wissen…

…über einen speziellen Schatz aus dem Boden. Die Natur erwacht langsam und gleichzeitig neigt sich die Kellerarbeit dem Ende entgegen. Der Frühling hat offiziell am 22. März begonnen. Die Reben sind schon geschnitten. Die ersten Knospen fangen an zu sprießen. Nicht mehr lange, dann zeigt sich die Natur in ihrer prächtigsten Form. Die Weichen für eine gute Ernte werden gelegt. Der Boden und der Weinberg werden vorbereitet. Das Horn wird ausgegraben.   Im Frühling wird in der biodynamischen Weinherstellung nach dem Demeter-Prinzip mit Hornmist (auch Hornmistpräparat 500 genannt) eine innigere Verbindung zwischen Boden und Pflanze hergestellt. Eine Methode, die nachweislich das Wurzelwachstum fördert. Zur Herstellung dieses natürlichen Präparates wird eine Handvoll frischen Kuhmists in das ausgehöhlte Horn einer Kuh gefüllt. Dieses wird dann – vorzugsweise bei Vollmond – in der Erde vergraben und verbleibt dort über den Winter. Im Frühling wird das Horn ausgegraben und der Mist unter 60-minütigem Rühren mit einer Holzkelle in Wasser aufgelöst. Auch der Bottich sollte aus Holz gefertigt sein. Anschließend versprüht der Winzer diese Flüssigkeit über den gesamten Weinberg. Der Boden wird auf diese Art mit Mikroorganismen angereichert und Erdreich und Pflanze profitieren von deren natürlicher Bioaktivität. So entsteht ein lebendiger Weingarten. 

Ihr Matthias