Blog


Salbei Sprühnebel statt Herbizid Wolke

Glyphosat ist das weltweit meistbenutzte Herbizid. Auch im konventionellen Weinbau wird es fleißig  versprüht. Da wo es zum Einsatz kommt, ist sprichwörtlich kein Grün mehr zu sehen. Jegliches Wachstum rund um den Rebstock wird vernichtet. Doch damit nicht genug. Glyphosat ist hochgradig gesundheitsschädlich . 

Zu diesem Ergebnis kam die Weltgesundheitsorganisation (WHO). Sie spricht u.a  davon, dass Glyphosat wahrscheinlich krebserregend sei. Auch andere Studien und Erkenntnisse liegen vor, die auf die Notwendigkeit weltweiter Gesundheitswarnungen für Glyphosat und eine Überprüfung der diesbezüglichen Vorschriften verweisen. Eine epidemiologische Studie an der landwirtschaftlichen Bevölkerung Ontarios in den USA hat gezeigt, dass sich für Frauen, die Glyphosat ausgesetzt waren, das Risiko von Fehlgeburten verdoppelt hat. Dennoch wurde es bisher von den EU-Behörden als unbedenklich eingestuft.  Heuer läuft die aktuelle EU-Zulassung für Glyphosat  aus. Ob die EU zulässt, dass Mensch und Umwelt weiterhin mit dem gefährlichen Herbizid belastet werden, wird sich zeigen. Dass es auch anders geht, beweist die biodynamische Landwirtschaft. 


Im ökologisch bewirtschafteten Weinberg kommen keinerlei Herbizide zum Einsatz.  Regelmäßig rund um die Blütezeit arbeiten die Winzer mit einem Kaltwasserauszug aus verschiedenen Kräutern.  Salbei, Brennnessel und Beinwell stärken den Rebstock und machen ihn widerstandsfähig. Mit biodynamischen Präparaten werden  zudem mehrmals im Jahr das Bodenleben und die Rebvitalität angeregt. Die vielen verschiedenen und blühenden Pflanzen im Weinberg bewirken, dass die wichtigen Nutzinsekten nicht abwandern, sondern einen wertvollen Beitrag für einen gesunden Weinberg leisten.  Und das ist noch lange nicht alles. Nicht nur die Böden, auch unsere Gewässer können so aufatmen. Dank der verantwortungsbewussten  Arbeit im Einklang mit der Natur bleiben auch die Abwässer ohne Herbizide. Das ist umso wichtiger, wenn man bedenkt, dass Glyphosat sich erst gestaffelt über einen Zeitraum von 10 Jahren abbaut.

Also bleiben Sie kritisch und lassen Sie sich reinen Wein einschenken. Ihnen zuliebe und natürlich aus Lieb